Haus der Löcher

Es geht um Sex? Von der ersten bis zur letzten Zeile. Ist das Pornographie? Ja, keine Frage. Dazu muss man nur ein paar Seiten dieses Romans lesen. Das bestätigt auch Nicholson Baker im Gespräch mit dem Deutschlandradio Kultur freimütig: «Ich hatte noch nie so viel Spaß beim Schreiben eines Buches. Es ist sehr schmutzig, sehr ironisch, es ist sexuell erregend. Man träumt verrückte Sachen. (…) Jeder kennt Augenblicke oder regelmäßig wiederkehrende Zeiten mit wilden sexuellen Gedanken. Warum soll man sich ihnen nicht überlassen?»
 

Nicholson Bakers Haus der Löcher ist weit weg von den Billigreiz-Kicks der Herrenmagazine. Dafür aber umso näher an Lewis Carrolls Klassiker Alice im Wunderland. Stürze durch Öffnungen in unbekannte Welten, auf- und abschwellende Objekte, Türen, die sich zu Zimmern und zu neuen Türen öffnen – alles Alice. Verdichtete Zeit, gedehnte Zeit, aufgehobene Zeit, das ist das Thema aller Baker-Romane (wer außer ihm kann schon einen ganzen Roman über eine einstündige Mittagspause schreiben!) Und noch eine andere kulturelle Referenz neben Alice ist evident: Bakers neuer Roman, so Thomas Steinfeld in der Süddeutschen Zeitung, sei «ein Buch, als gälte es, den ‹Garten der Lüste› von Hieronymus Bosch unter den medialen Bedingungen von heute neu zu inszenieren».
 



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